Französisch Polynesien oder das schönste Ende der Welt

Anreise und Bora Bora

Nach einer sehr langen, um genauer zu sein der längsten Flugreise meines Lebens von Frankfurt nach Paris über Los Angeles nach Papeete/Tahiti, bin ich im wahrsten Sinne am vermutlich schönsten Ende der Welt angekommen. Obwohl ich ein erfahrener Vielflieger bin und keine Angst vor dem Fliegen habe, beschleicht mich dieses Mal beim Start in L.A. doch ein etwas mulmiges Gefühl, denn vor uns liegt nichts außer der endlose Pazifik. Ausweichlandungen bei einem Problem sind leider nicht wirklich möglich. 17.500 km entfernt liegt Französisch Polynesien mitten im Südpazifik verteilt auf ein Areal von der Größe Westeuropas. Würde man alle Inseln und Atolle zusammen nehmen, wäre die Landmasse nicht größer als Mallorca.

Nach einer Nacht auf Tahiti nehmen wir gleich morgens den Flieger nach Bora Bora. Nach einem ca. 1-stündigem Flug über wirklich beeindruckende Inseln und Atolle ist der Landeanflug auf Bora Bora schon ein erstes Highlight. Man sollte möglichst auf der linken Seite im Flugzeug sitzen, hier hat man den besten Blick auf die Insel.

Als ich am kleinen Flughafen von Bora Bora lande, traue ich meinen Augen kaum. Es ist, als hätte jemand einen Eimer mit türkiser Farbe in das Meer geschüttet oder als wäre alles gephotoshoped, nur geiler. Das Türkis der Lagune ist mehr als faszinierend, es flasht einen richtig weg. Das ist wirklich das strahlendste Wasser der Welt!

Am Pier vom Flughafen Bora Bora

Der Flugplatz liegt auf einem vorgelagerten Motu und zur Hauptinsel ist ein Schiffstransfer unumgänglich. Wenn man in einem der vielen Luxushotels gebucht hat, wird man von einem hoteleigenen Schiff abgeholt und ins Hotel gebracht. Alle anderen Passagiere werden mit dem Flughafentransferschiff in ca. 30 Minuten zum kleinen Hafen von Bora Bora gebracht.

Hier herrscht zuerst einmal ein heilloses Durcheinander, aber keine Panik! Am Pier stehen einige Busse – umgebaute LKW mit einem überdachten Aufbau und Sitzplätzen – die berühmten Le Truck. Die Le Truck haben kleine handgemalte Schildchen, auf denen man früher oder später das gebuchte Hotel findet.

Die meisten Hotels sind auf Stelzen gebaut und man wohnt in Overwater-Villen. Der absolute Wahnsinn. Bei Ankunft gibt es Musik und Blumenkränze für alle.

Bora Bora lebt von der Lagune, in die man am besten mit dem Boot rausfährt, denn Strände gibt es gar nicht so viele. Also tuckern wir mit einem Boot ein wenig raus, halten dann und ab ins Wasser. Die Lagune wimmelt so von Fischen. Eine Gruppe von Schwarzspitzenriffhaien umzingelt mich. Sie sind immerhin nicht ganz ungefährlich und ich hätte nie gedacht, dass ich das jemals tun würde, aber ich tue es einfach. Oh my God! Der Geruchssinn befähigt sie einen Tropfen Blut auf eine Million Liter Wasser zu registrieren. Ich muss richtig aufpassen, denn zwischen den Haien schwimmen auch Rochen, mit deren Stachel ich ebenfalls ungern in Berührung kommen möchte. Dieser Moment ist schon absolut unvergesslich.

Abends gehen wir in das vermutlich berühmteste Restaurant der Insel – das Bloody Mary’s essen. Schon die Einrichtung ist außergewöhnlich: Im großen Raum sitzt man auf Baumstämmen und die Füße steckt man in den Sand. Die originelle Gestaltung hat auch viele Promis angelockt. Auf Holztafeln vor dem Eingang kann man lesen, wer schon alles hier war.

Es gibt keine Speisekarte: Das Essen wählt man am Tresen, wo frischer Fisch und das Fleisch auf Eis zur Auswahl präsentiert werden. Die Qualität ist fantastisch. Die Cocktailauswahl ist riesig. Um den Namen alle Ehre zu machen, sollte man eigentlich einmal eine Bloody Mary probieren. Eigentlich. Schließlich bestelle ich mir doch lieber meine geliebte Pina Colada, schwelge im süßen Glück und merke langsam, wie mich die Zeitverschiebung einholt…Hier halte ich erstmal inne, bevor ich euch von den weiteren Erlebnissen in der Südsee berichte.

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